Neuigkeiten
28.10.2020
Wenn die Länder der Bundeskanzlerin nicht folgen, wird es in Deutschland ähnlich schlimm wie in Spanien und Italien im Frühjahr
Südwestfalen. Sehr besorgt zeigte sich der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) Dr. med. Peter Liese über den Anstieg der Coronatoten in Deutschland. „In den letzten Wochen haben wir sehr viel über Infektionszahlen gesprochen und viele haben die steigenden Infektionszahlen verharmlost, weil es ja hieß, dass wenige Menschen sterben. Seit heute wissen wir, dass sich das ändert. Mit 85 haben wir mit Abstand die höchste Zahl der Toten seit Mai erreicht und das lässt nichts Gutes ahnen, denn die Todeszahlen steigen immer mit einem Abstand von zwei bis drei Wochen zu den steigenden Infektionszahlen. Dies haben wir sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland gesehen. Wenn die Ministerpräsidenten den Vorschlägen der Bundeskanzlerin heute nicht folgen, wird Deutschland endgültig seine bisherige Stellung als Land verlieren, das die Coronakrise relativ gut bewältigt hat. Es ist überhaupt nicht auszuschließen, dass es in Deutschland in wenigen Wochen pro 100.000 Einwohner so viele Todesfälle gibt wie in Spanien und Italien im Frühjahr. Wir sehen in anderen europäischen Ländern, zum Beispiel in Belgien und Tschechien, dass das Virus völlig außer Kontrolle geraten- und dass das medizinische System schon überlastet ist. Wir Deutschen sollten nicht so hochmütig sein zu glauben, dass uns das nicht passieren kann. Wir haben zwar viele freie Intensivbetten, aber es fehlt an qualifizierten Pflegekräften. Deswegen muss jetzt dringend gehandelt werden. Wir müssen den Monat November nutzen, um in eine Situation zu kommen, wo man das Infektionsgeschehen wieder nachverfolgen kann. Dann werden wir, zumindest unter Einschränkungen, ein schönes Weihnachtsfest haben und im Frühjahr, wenn dann nach meiner Einschätzung der Impfstoff verfügbar ist, nicht so viel zu bereuen haben,“ so Liese abschließend.

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19.10.2020
Olpe.  Der geschäftsführende CDU-Kreisvorstand hat sich nach dem angekündigten Rückzug von Dr. Matthias Heider MdB aus der Bundespolitik auf einen Weg verständigt, wie aus seiner Sicht ein neuer Kandidat bzw. eine neue Kandidatin „gekürt“ werden soll. Man möchte sich einen Monat Zeit nehmen, um Bewerbungen aus dem Kreisverband oder Vorschläge der dazugehörigen Verbände und Gliederungen entgegen zu nehmen. Die Bewerber bzw. Bewerberinnen sollen dann an zwei Abenden Gelegenheit bekommen, sich den CDU-Mitgliedern vorzustellen. Soweit es die Pandemie zulässt, sind Präsenzveranstaltungen vorgesehen, ansonsten soll die Vorstellung digital erfolgen. Noch vor Weihnachten soll der Kreisvorstand tagen und sich ebenfalls einen Eindruck von den Bewerberinnen und Bewerbern verschaffen. Dazu der Kreisvorsitzende Jochen Ritter MdL: „Ziel ist es, mit einem starken Kandidaten bzw. einer starken Kandidatin in die gemeinsame Aufstellungsversammlung mit dem CDU-Kreisverband Mark zu gehen.“ Die finale Veranstaltung soll im Laufe des Monats Januar durchgeführt werden. Die Bundestagswahl findet im September 2021 statt.

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09.10.2020
Die Kreisvorsitzenden Ritter (Olpe) und Schick (Mark) danken Matthias Heider
Olpe/Lüdenscheid/Berlin.  „Unser gemeinsamer Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider hat uns, die Vorsitzenden der CDU-Kreisverbände Olpe und Mark, in dieser Woche darüber informiert, dass er keine erneute Kandidatur für den Bundestag anstrebt und deswegen bei der Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres nicht wieder als unser Kandidat im Wahlkreis Olpe/Märkischer Kreis I antreten wird“, dies teilen Jochen Ritter MdL und Thorsten Schick MdL mit.

Matthias Heider: „Die Bürgerinnen und Bürger haben mich bei den letzten drei Bundestagswahlen jeweils mit großer Mehrheit direkt in den Deutschen Bundestag gewählt. Dafür und für die große Unterstützung in allen Städten und Gemeinden bin ich dankbar. Ich habe mich gerne für unseren Wahlkreis im südlichen Sauerland eingesetzt. Nach drei Wahlperioden werde ich mich jetzt wieder meinem Beruf als Rechtsanwalt in vollem Umfang widmen.“

Jochen Ritter: „Matthias Heiders Entscheidung kommt für viele überraschend, ist aber lange gereift. Am Ende seiner dritten Wahlperiode wird der zwölf Jahre lang mit großem Engagement die Anliegen des Wahlkreises in Berlin vertreten haben.

Sein Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger, die mittelständisch geprägte Wirtschaft unserer Region und damit auch für gute Arbeitsplätze hat seine mit Leidenschaft ausgeübte Abgeordnetentätigkeit geprägt. In unserem Kreisverband haben wir ihn über die Jahre als fachlich beschlagen und persönlich integer kennen und schätzen gelernt. Für seinen Einsatz und die gute Zusammenarbeit bedanke ich mich, für die Zukunft wünsche ich alles Gute. Was die Nachfolge angeht, werden wir uns kurzfristig in der CDU des Kreises Olpe beraten und das Verfahren für die Aufstellung eines neuen Kandidaten mit der CDU Mark abstimmen."

 

Thorsten Schick: „Zunächst einmal gilt Matthias Heider ein großer Dank für seine geleistete Arbeit in Berlin für das Sauerland. Als Anwalt der Bürgerinnen und Bürger, der heimischen mittelständischen Unternehmen und deren vielen Beschäftigten bewegte Matthias Heider in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten viel für unsere Region. Er richtete seinen Blickwinkel immer wieder auf die Sorgen und Nöte auch des produzierenden Gewerbes vor Ort und stand in Berlin stets für eine industriefreundliche Politik auf Bundesebene ein. Seinen Entschluss, sich beruflich neuen anwaltlichen Schwerpunkten zu widmen, respektiere ich und wünsche ihm und seiner Familie weiterhin alles Gute. Ich freue mich, dass Matthias Heider sich auch weiter für die Ziele der CDU engagieren wird.“ 

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09.10.2020
Konrad-Adenauer-Medaille für Wilma Ohly
Höchste Auszeichnung der Senioren Union an langjährige Vorsitzende verliehen
Der Vorschlag der Senioren Union des Kreises Olpe, ihre langjährige Vorsitzende in besonderer Weise zu ehren, war bei der Bundes-Senioren-Union auf fruchtbaren Boden gefallen. Der CDU-Kreisvorsitzende Jochen Ritter hatte wiederum deren Vorsitzenden Prof. Dr. Otto Wulff dafür gewinnen können, sich der Angelegenheit persönlich anzunehmen. So fand sich dafür Corona-bedingt eine überschaubare Runde auf dem Biggeschiff MS Westfalen für eine kleine Feierstunde zusammen, an der aus dem Kreis Olpe auch der ehemalige Staatssekretär im Bund Hartmut Schauerte, der amtierende Landrat Frank Beckehoff und der großer Mehrheit wieder gewählte Olper Bürgermeister Peter Weber teilnahmen. Ebenso ließen es sich der Landesvorsitzende und der Bezirksvorsitzende der Senioren Union, Helge Benda und Eberhard Bauerdick nicht nehmen, an dieser besonderen Ehrung teilzunehmen. Otto Wulff bezeichnete die Erfahrung der älteren Generation für die Gesellschaft und Politik unverzichtbar. Er würdigte das Wirken seiner Kollegin im Bundesvorstand der Senioren Union als beispielhaft: „Wilma Ohly engagiert sich seit Langem in unterschiedlichen herausgehobenen politischen und sozialen Funktionen ehrenamtlich für unser demokratisches Gemeinwesen.“ Die so geehrte nahm den Ball auf und erinnerte an die ihre Zeit als Bürgermeisterin der Kreisstadt Olpe, während der sie an der Seite ihres Ehegatten auch Schützenkönigin war. „Mir kommt es besonders darauf an, dass die unterschiedlichen Generationen miteinander im Gespräch bleiben und Politik gemeinsam gestalten.“ Daran knüpfte Jochen Ritter an, als er auf Ohlys unermüdlichen Einsatz nicht zuletzt in Wahlkampfzeiten hinwies: „Sie sind ein politisches Perpetuum Mobile, von dessen scheinbar unerschöpflicher Energie viele zehren und dessen große Kraft viele mitreißt.“ Hartmut Schauerte stellte schließlich Wilma Ohly in eine Reihe mit Elsbeth Rickers, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die achtziger Jahre die Politik im Kreis Olpe und darüber hinaus geprägt hatte.

15.09.2020
Erste personelle Weichenstellungen nach der erfolgreichen Wahl
(Kreis Olpe) Schon am ersten Tag nach der Kommunalwahl traf sich die neue Faktion der CDU im Kreistag. Kreisvorsitzender Landtagsabgeordneter Jochen Ritter hatte eingeladen. Sein Rückblick auf die Wahl fiel ausgesprochen positiv aus. Er lobte das Engagement in den Parteigliederungen. Erleichterung war ihm anzumerken, dass alle Wahlbezirke bei der Wahl zum Kreistag auf die CDU entfallen und die absolute Mehrheit trotz leichter Verluste stand. Auch wenn offizielle Fraktionssitzungen erst mit Beginn der neuen Wahlperiode ab 1. November stattfinden dürfen, hatte sich die neue Fraktion schon mit Vorbereitungen zu wichtigen Entscheidungen zu befassen. Auf der Basis der einstimmig angenommenen Geschäftsordnung rief Jochen Ritter zur Wahl des Fraktionsvorsitzenden auf. Hier wurde der bisherige Vorsitzende Wolfgang Hesse erneut vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Mit Michael Hecken aus Wenden und Marion Schwarte aus Attendorn bleiben auch beide Stellvertretern im Amt. Heribert Burghaus aus Olpe wird weiterhin die Aufgabe des Schriftführers wahrnehmen, Holger Mester aus Lennestadt die des Verantwortlichen für die Fraktionskasse. Der wiedergewählte Vorsitzende betonte, dass der gesamte Vorstand sich zur Mitte der Wahlperiode erneut dem Votum der Gesamtfraktion stellen werde. Eine überraschende Personalentscheidung trafen die 25 Fraktionäre anschließend. Für den ausgeschiedenen 1. Stellvertretenden Landrat Dietmar Meeser kann die CDU Fraktion mit ihrer absoluten Mehrheit erneut einen Kandidaten vorschlagen. Die Wahl fiel auf Sandra Ohm. Die Drolshagenerin war 2017 für Benedikt Ackerschott in den Kreistag nachgerückt und hatte sich schnell durch Kompetenz und Fleiß das Vertrauen ihrer Fraktionskollegen erarbeitet. Als erst kürzlich gewählte kulturpolitische Sprecherin konnte sich bereits eigene Akzente setzten. „Wir freuen uns, mit Sandra Ohm dem Kreistag ein wirklich überzeugendes personelles Angebot zur Entscheidung vorzulegen“, so Fraktionschef Wolfgang Hesse. In der Fraktionssitzung am 2. November unmittelbar vor der konstituierenden Sitzung des Kreistages wird die Fraktion alle bis dahin nur unter Vorbehalt getroffenen Entscheidungen auch formal in Kraft setzen.
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19.08.2020
CDU-Landratskandidaten aus Südwestfalen wollen erfolgreiche Zusammarbeit weiterentwickeln
Hohe Bracht.Eva Irrgang, Landrätin Kreis Soest, Dr. Karl Schneider, Landrat Hochsauerlandkreis, sowie die Landratskandidaten der CDU aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, Arne Fries, dem Märkischen Kreis, Marco Voge, und dem Kreis Olpe, Theo Melcher, bekennen sich klar und eindeutig zur Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit auf Ebene Südwestfalens. Dies wurde bei einem Treffen auf der Hohen Bracht im Kreis Olpe deutlich. „Der Wettbewerb um Investitionen und Fachkräfte spielt sich immer mehr zwischen Regionen ab. Nur effizient organisierte und zielgerichtet arbeitende Regionen werden auf Landes-, Bundes- und Europaebene wahrgenommen. Insbesondere für die Akquise von Fördermitteln sind regionale Strategien von besonderer Bedeutung“, betont Eva Irrgang, Kreis Soest. Dabei ist dem Landrat des Hochsauerlandkreises die Verbesserung der Infrastruktur in Südwestfalen ein besonderes Anliegen, vor allem wenn es um die Breitbandversorgung der Region geht. „Wir brauchen überall schnelles Internet – und das geht auf Dauer nur mit Glasfaser“, so Dr. Karl Schneider. Bei dem teilweise enormen Nachholbedarf sieht Schneider die Region jedoch auf gutem Wege. „Auch hier ist die gute südwestfälische Zusammenarbeit in und mit der gemeinsamen Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen ein wichtiger Baustein. Schon jetzt konnten 440 Mio. € Landes- und Bundesmittel mit der fachlichen Unterstützung der TKG akquiriert werden. „Investitionen sind gerade auch durch die erfolgreiche Arbeit der Südwestfalen Agentur ermöglicht worden“, betont der Landratskandidat der CDU für den Kreis Olpe, Theo Melcher. „Allein die REGIONALE 2013 hat der Region rd. 153 Mio. Euro an EU-, Bundes- und Landesfördermittel beschert. Damit konnte ein Investitionsvolumen von gut 256 Mio. Euro realisiert werden“, so Theo Melcher. „Dank unserer guten Zusammenarbeit konnten wir auch den Zuschlag für die Regionale 2025 erreichen. Arne Fries will diese gute interkommunale Zusammenarbeit tatkräftig fördern. Dabei gehe es auch darum, so der CDU-Kandidat für Siegen-Wittgenstein, die politische Schlagkraft und die Wahrnehmung der Region zu erhöhen. „Dies gelinge sehr gut durch das gemeinsam mit der Wirtschaft organisierte Regionalmarketing.“ Fries freut sich über dieses beispielhafte Engagement von mittlerweile 360 Unternehmen. Dass sich die Zusammenarbeit auch auf weitere Themen erstreckt, begrüßt der Landtagsabgeordnete Marco Voge: „Besonders den Tourismus sehe ich als große Chance für die gesamte Region“. Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge und Sauerland Tourismus sind für den CDU-Landratskandidaten im Märkischen Kreis gute Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit. Der Ausbau touristischer Angebote, die Entwicklung der Wanderinfrastruktur sowie des Fahrradtourismus sind ihm dabei als Standortfaktoren und als Werbung für die Region sehr wichtig. Alle sind sich zudem einig, es gibt noch viele Beispiele der guten Zusammenarbeit der Kreise. Eines ist jedenfalls klar. Stehen bleiben will man bei den Erfolgen nicht. „Die gute südwestfälische Zusammenarbeit gilt es weiterzuentwickeln. Das ist gut für die Region und für jeden einzelnen Kreis“, bringt es die Landrätin des Kreises Soest, Eva Irrgang, für alle auf den Punkt.

01.07.2020
In der mit knapp 130 Parteifreunden in Zeiten der Corona-Einschränkgungen gut besuchten Aufstellungsversammlung am 26. Juni in der Stadthalle Olpe wurde Theo Melcher mit 98 % zum Landratskandidaten der CDU gewählt. Wir gratulieren unserem Kandidaten sehr herzlich und gehen nur gemeinsam mit ihm in den Kommunalwahlkampf.
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22.05.2020
Kreis unterstützt die Träger von Jugendfreizeiten
Kreis Olpe. Einer der wichtigsten und wesentlichsten Programmbausteine in der Jugendarbeit sind Ferienreisen und Kinder- und Jugendfreizeiten. Diese bieten unvergleichlich wichtige Möglichkeit, in einer Gruppe über mehrere Tage zusammen zu sein und selbstbestimmt ein Programm zu entwickeln und umzusetzen. Ganz nebenbei wird soziales Lernen groß geschrieben.
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07.05.2020
Europaabgeordneter Dr. med. Peter Liese: zu viel Öffnung auf einmal ist wirklich „brandgefährlich“
Gefahr von Coronavirus nicht unterschätzen / auch auf europäischer Ebene besorgniserregender Wettbewerb zu Lockerung / Unterschiedliche Testmethoden führen schon in Südwestfalen zu unterschiedlichen Zahlen, daher Vorsicht geboten
„Zu viel und zu schnelle Öffnung von Geschäften, Gaststätten und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens sind in der Tat brandgefährlich. Ich stimme in dieser Frage mit den Virologen überein, die anlässlich der Debatte in Deutschland warnen. Wir haben in Deutschland eine extrem erfreuliche Entwicklung im Vergleich zu europäischen Nachbarstaaten wie Italien, Spanien und auch Großbritannien. Das liegt aber daran, dass wir erstens früher gewarnt waren als andere und deswegen auch früher getestet haben und dass wir zweitens den Lockdown früher durchgeführt haben als zum Beispiel Großbritannien. Großbritannien hat Schulen und Gaststätten nur wenige Tage später geschlossen und hat jetzt mehr Tote als Italien. Das zeigt, dass die Maßnahmen richtig waren. Ich verstehe jeden, der sich wieder ein Stück weit Normalität wünscht. Aber die Sache kann auch nach hinten losgehen. Wenn wir jetzt zu viel lockern, kann der Sommerurlaub für die meisten erst recht ins Wasser fallen, weil wir dann einen neuen Höhepunkt der Infektion erleben“, so der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten) Dr. Peter Liese. Peter Liese wies darauf hin, dass die Gefahr besteht, dass in bestimmten Kreisen zu wenig getestet wird, damit man bestimmte Lockerung aufrechterhalten kann. "Grundsätzlich halte ich es für richtig, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten entschieden haben, dass ab einer Zahl von 50 positiv Getesteten pro Hunderttausend wieder strengere Maßnahmen in Kraft treten. Aber wir sehen in Südwestfalen, zum Beispiel im Kreis Olpe, dass die Frage, wie viel man findet, auch immer von der Zahl der Tests abhängt. Der Kreis Olpe wäre nach den neuen Maßgaben möglicherweise eher ein Kandidat für Schließungen als andere Kreise. Die höheren Zahlen im Kreis Olpe hängen aber auch mit der größeren Anzahl von Tests, insbesondere im Altenheim, zusammen. Es darf auf keinen Fall dazu kommen, dass weniger getestet wird, damit man nichts findet", so Liese. Liese berichtete aus seinen Gesprächen mit Kollegen aus anderen Mitgliedsländern darüber, dass es eine generelle Tendenz zu schnellen Öffnungen, zum Beispiel auch im internationalen Fremdenverehr gebe. "Wir müssen jetzt alle gemeinsam aufpassen. Ich glaube, um das öffentliche Leben zu normalisieren und die Gefahr einer vielleicht noch schlimmeren zweiten Welle zu verhindern, brauchen wir unbedingt digitale Lösungen. Die Bedenken gegen die App und digitale Armbänder für diejenigen, die kein Smartphone haben, wiegen nicht so schwer, dass man zehntausende von Toten riskieren sollte oder die enormen wirtschaftlichen und sozialen Schäden rechtfertigen kann", so Liese abschließend.

23.03.2020
Derzeit ist die Kreisgeschäftsstelle in Olpe für Publikumsverkehr geschlossen. Sie erreichen uns aber in der Regel von Montag - Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag bis 14 Uhr telefonich unter 02761/3046.
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